Donnerstag, 28. September 2006

Steuerbescheid - L'avis d'imposition

La rentrée est vécue comme une période désagréable, pour toute personne résidant et travaillant en France, elle est synonyme de fin des vacances, de baisse de l'ensoleillement et, surtout d'envoi de l'avis d' imposition. Alors qu'en Allemagne, la plupart des impôts sont prélevès à la source, c'est à dire qu'ils sont déduits chaque fin de mois de la fiche de paye, les impôts français nous tombent dessus une fois par an.

Ist der angenehme Teil des Sommers vorbei, kommen die kleinen Dinge, die keinen Spaß mehr machen: das Ende der Ferien, abnehmende Sonneneinstrahlung oder aber der von allen gefürchtete Steuerbescheid, der mir Ende August ins Haus flatterte.

Während in Deutschland Steuern für jeden gearbeiteten Kalendermonat direkt abgezogen werden und der Arbeitnehmer daher, etwas vereinfacht gesagt, mit dem Nettobetrag, den er auf seiner Gehaltsabrechnung steht, kalkulieren kann, wird die Lohnsteuer in Frankreich einmal im Jahr eingefordert.

Dafür erhält jeder potenzielle Steuerzahler im Mai ein großes Blatt (ganze 4 Seiten!) zur Erstellung der Steuererklärung. Dieses Papier auszufüllen ist tatsächlich sehr einfach , vor allem seit in diesem Jahr die so genannte "déclaration pré-remplie", also eine bereits vor-ausgefüllte Erklärung, eingeführt wurde. Ich hatte nur noch meine neue Adresse einzufügen, zu unterschreiben und das Papier rechtzeitig abzuschicken. Denn wehe dem, der zu spät kommt!

Als schlaue und vorausschauende Person ;-) konnte ich mich auf den bevorstehenden Super-GAU meiner ersten Steuererklärung gut vorbereiten. Dabei gebührt meiner Freundin Fabienne und einigen meiner Kollegen Dank, da sie mir rieten, zum einen eine Simulation meiner zu erwartenden Steuerzahlung auf den Internetseiten der Regierung zu machen und mir ein Sparkonto anzulegen, auf das ich gezielt einmal im Monat einen gewissen Beitrag stellte.

Denn das wiederum Schöne ist, dass Steuern immer für das vergangene Gesamtjahr entrichtet werden müssen, also für das Jahr 2005. Und noch ein kleiner Tipp für Berufsanfänger in Frankreich: Wenn die Arbeit gegen Ende eines Jahres aufgenommen wird, fallen dafür überhaupt keine Steuern an.

Wer jetzt aber glaubt, dass in Frankreich während eines Jahres die Rechnung "Bruttogehalt=Nettogehalt" gilt, befindet sich auf dem Holzweg, denn die Sozialabgaben fallen monatlich an. Als ungefähre Faustregel gilt daher: Französisches Bruttogehalt abzüglich 22-25 Prozent ergibt das französische Nettogehalt vor Einkommenssteuer.

Klingt ziemlich kompliziert, oder?

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