Dienstag, 7. November 2006

Gesundheits(un)wesen - Ärzte und andere Missgeschicke

Le premier Janvier 2006 naquît le "médecin traitant" ou "médecin référant"! Malheureusement je ne suis pas très douée en ce qui concerne le choix d'un bon médecin à Lyon. De ce fait, j'ai fait quelques expériences plutôt marrantes que je voudrais raconter dans cet article. Par exemple, j'étais voir un médecin qui me disait que j'avais complètement guéri (malgré le fait que j'avais mal à la gorge!) et deux jours plus tard j'avais une laryngite... Ce même médecin avait également diagnostiqué de la varicelle chez moi, pourtant, je lui avais bien raconté que j'avais passé une nuit dans un hôtel assez sale à Rennes et que je pensais qu'il s'agissait des piqures de puces... La dernière fois que j'avais attrapé un rhume mon nouveau médecin m'a ordonné une dose trop forte d'un corticoïde ce qui m'a empêchée de dormir toute la nuit. Et moi, qu'est-ce que j'ai fait pendant mon insomnie prescrite? J'ai lu un livre sur la médicine alternative... :-)

Seit 1. Januar 2006 gilt in Frankreich ein neues Gesetz, das die Auswahl des Hausarztes (médecin généraliste) betrifft: Hierbei muss ein médecin traitant oder médecin référant benannt werden, der immer aufgesucht werden muss bevor man zu einem Spezialisten möchte. Wird diese Reihenfolge nicht eingehalten, drohen Einbußen bei der Kostenrückerstattung. In Frankreich muss nach wie vor direkt beim Arzt in der Sprechstunde bezahlt werden. Die CPAM erstattet von dem "normalen" Arzthonorar (derzeit 21 Euro) 70%, wobei jeweils 1 Euro Eigenbeteiligung anfallen. Die restlichen 30% können mit Hilfe einer Mutuelle, einer privaten Zusatzversicherung, zurück gewonnen werden. Allerdings gilt die Regelung des médecin traitant nicht, wenn ein Zahnarzt, ein Augenarzt oder auch der Frauenarzt konsultiert wird.

Nach meinem angenehmen Wochenende in Disneyland Paris hatte ich nun das grausige Vergnügen krank zu werden. Da ich ja erst vor ein paar Monaten in meine neue Wohnung in Lyon eingezogen bin, machte es Sinn, mir einen Hausarzt in Wohnnähe zu suchen.

Leider habe ich bei der Auswahl eines guten Arztes kein glückliches Händchen. Die meisten Ärzte verschreiben meiner Meinung nach Unmengen an Medikamenten und setzen die Dosierung zu hoch an. Solange es sich um keine Naturheilmittel handelt werden diese sogar von der CPAM und der Mutuelle zu hundert Prozent übernommen. Wenn sich der Patient jedoch genau an die Verordnungsangaben des Arztes hält, kann die Medikamenteneinnahme im wahrsten Sinne des Wortes zu berauschenden Wirkungen führen. Ganz ehrlich, wer braucht da noch die Legalisierung von Haschisch & Co., wenn man sich auf Staatskosten zudröhnen kann?

Leider bessern sich Erkältungskrankheiten dadurch nicht wirklich, sodass ich im vergangenen Jahr erneut meinen Arzt aufsuchte und ihm von anhaltenden Halsschmerzen berichtete. Dieser versicherte mir, dass alles in Ordnung wäre und dass meine Schmerzen sicherlich eine allergische Reaktion auf Autoabgase wären. Zwei Tage später hatte ich eine Kehlkopfentzündung.

Mein neuer Arzt verschrieb mir dieses Mal ein Mittel, das Cortison enthält, um einen möglichen späteren Einsatz von Antibiotika zu unterbinden. Gute Idee, mach' ich! Leider hatte dies den Effekt, dass ich hyperaktiv wurde und nachts nicht mehr schlafen konnte. Und was machte ich also in meiner neu freigewordenen Zeit? Ich las ein Buch über alternative Heilmethoden...

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